Ordnung schaffen und halten, das will gelernt sein. Es empfiehlt sich für jeden Bereich des Haushalts ein eigenes System zurechtzulegen. Egal ob du den Minimalismus liebst oder dich vor Dekorationen nicht retten kannst: Ein gut durchdachtes Schema hilft immer.

Im Nachfolgenden möchten wir dir unseren besten Tipps geben, wie sich kinderleicht Ordnung schaffen lässt.

Ordnung schaffen: 10 Tipps wie es dir gelingt
Ordnung schaffen: Die Tipps vom Ordnungsprinzen erfährst Du in diesem Blogartikel | © Kittiphan – stock.adobe.com

Ordnung schaffen mit System: Raum für Raum vorgehen

Hierbei handelt es sich nicht um eine Arbeit von wenigen Stunden. Wenn du im gesamten Haushalt Ordnung schaffen willst, sprechen wir hier von mehreren Wochen bis Monaten. Doch einmal eingerichtet, kannst du dieses System beibehalten und künftig viel Zeit sparen. Dabei lohnt es sich Raum für Raum vorzugehen. So kannst du immer wieder kleine Erfolge feiern und fühlst dich motiviert weiter zu machen. Los geht´s!

Kinderzimmer

Beginnen möchten wir mit der oftmals größten Herausforderung. Im Kinderzimmer herrscht gern ein konstantes Chaos. Als Elternteil verzweifelst du regelrecht daran, wie viel Unordnung innerhalb von fünf Minuten entstehen kann.

So wenig der Nachwuchs es auch versteht, wir würden ihn von klein auf mit einbeziehen. Denn nachhaltig Ordnung schaffen im Kinderzimmer, das funktioniert nur dann, wenn dein Schützling auch mitmacht. Dabei ist anfänglicher Widerstand vorprogrammiert. Doch mit viel Geduld und einer leicht verständlichen Begründung, sollte es mit der Zeit selbstverständlich sein. Lieber jeden Abend vor dem Zubettgehen nochmal zehn Minuten aufräumen, statt täglich durch ein Minenfeld stapfen zu müssen.

Was sonst noch hilft:

  • Möglichst viele kleine Regalsegmente, um die verschiedenen Spielsachen zu kategorisieren.
  • Größere durchsichtige Kisten (aus dem Baumarkt o.Ä.), um darin die Lego-Sammlung, Massen an Bausteinen etc. zu verstauen.
  • Stauraum unter dem Bett ausnutzen (dafür gibt es flache Kisten)
  • Kleidung der nicht aktuellen Saison in Vakuum-Säcke packen und durch Luftentzug komprimieren.
  • Zwischen Schränke und Wände lassen sich Teleskopstangen mit Vorhängen montieren. Dahinter werden Spielsachen verborgen, welche nicht so häufig genutzt werden und gesehen werden sollen.
  • Medikamente, Pflaster etc. kommen immer in das oberste Fach (unerreichbar vor Kinderhänden)

Spenden an Kitas & Grundschulen: Wenn Sie bei einem Kleinkind Ordnung schaffen wollen, dann wird einmal im Quartal aussortiert. Spielzeuge und Plüschtiere von geringer Beliebtheit werden gespendet. Regionale Kindergärten und Grundschulen freuen sich darüber.

Küche

Je größer die Küche, desto mehr Stauraum ist vorhanden. Was aber nicht zwingend mit mehr Ordnung gleichgesetzt werden darf. Außerdem spielt die Sauberkeit hier eine ebenso zentrale Rolle.

Das kannst du tun:

  • Vermeide es, Töpfe & Co auf den Hängeschränken zu lagern. Diese Unordnung fällt Gästen sofort ins Auge.
  • Nur selten benutzte Gegenstände (Waffeleisen, Sandwichmaker etc.) kommen nach ganz oben in die Schränke.
  • Häufig verwendete Töpfe und Pfannen erhalten ihren Platz nahe dem Herd sowie auf Augen- oder Hüfthöhe. Dasselbe gilt für das täglich genutzte Geschirr.
  • Weit unten im Schrank ist Platz für Rezept- und Kochbücher. Am besten hochkant aufgestellt, um sie leichter greifen zu können. Kartoffeln könnten hier auch unterkommen, da sie es gern dunkel mögen. Allerdings nur dann, wenn der Schrank gut hinterlüftet ist.
  • Nahe dem Kochfeld sollte nicht viel stehen. Öle und Gewürze ja, aber keine Zeitschriften, Notizblöcke usw. Hier braucht es viel Arbeitsfläche.
  • Typische Beilagen wie Reis und Nudeln kommen in große Vorratsdosen. Dasselbe gilt für Zucker, Salz und Mehl. Dadurch kommt es zu keinem Verpackungsstau in den Schränken.
  • Obst könnten Sie im Fensterbrett oder Hängekörben lagern. Am besten auf der Nordseite, wo die Sonne nicht direkt auf sie scheint.
  • Zum Brot schneiden und Kaffee kochen empfiehlt sich eine eigene Arbeitsecke bzw. separate Ablagefläche.
  • Für den Besteckkasten in Schubladen gibt es ganz tolle Ordnungssysteme. Schauen Sie dazu mal Ihrem örtlichen Möbelhaus vorbei
  • Deckel werden über entsprechende Halterungen senkrecht aufgestellt. Das spart Platz und macht sie griffbereit.

In der Küche geht es nicht nur darum Ordnung zu schaffen. Alles braucht System, damit Sie kurze Laufwege vermeiden und sich nicht zu zweit auf die Füße treten. Dies sollte schon bei der Küchenplanung bedacht werden.

Wohnzimmer

Hier geht der Trend der letzten Jahre in eine minimalistische Richtung. Es braucht viel Stauraum, damit es auf den ersten Blick aufgeräumt aussieht.

Unsere Tipps dafür sind:

  • Eine Couch mit Hohlräumen unter der Liegefläche ist Gold wert.
  • In einer maßgeschneiderten Einbauwand können Sie alles andere unterbringen. Diese kann sich dabei farblich den Wänden angleichen und fällt somit kaum auf.
  • Multifunktionale Couchtische besitzen Ablagen und versteckte Schubfächer.
  • Auch Hocker, Sitzbänke und Stühle können Stauraum verbergen.
  • Weil sich hier ein Großteil deines Lebens abspielt, solltest du jeden Tag 10 Minuten Zeit nehmen, um gezielt Ordnung zu schaffen.
  • Alles kehrt nach seiner Benutzung an seinen Platz zurück!

Büro / Arbeitsplatz

Mit den Jahren sammeln sich viele Dokumente, wichtige Unterlagen und mehr an. Hier braucht es zunächst ein System mit gut beschrifteten Ordnern. Trenne hier nach Themen wie Versicherungen, Rechnungen, Kindergarten/Schule und wichtige Papiere. Bei Bedarf solltest du sofort wissen, wo sich etwas finden lässt.

Schaffe dir außerdem eine Ablage für noch zu erledigende Aufgaben an. Bspw. musst du noch dem Finanzamt antworten oder deinem Arbeitgeber die neue Adresse mitteilen. Rechnungen gibt es auch regelmäßig zu bezahlen. Auf dem Schreibtisch lohnt sich eine Schreibtischunterlage aus Papier. Dort kannst du direkt Telefonnummern notieren und deine Gedanken sortieren. Daneben liegt der Terminplaner, welcher immer den aktuellen Tag oder die Woche zeigt.

Darüber hinaus sind wir Fans von einer Pinnwand. Hier kommen alle Einladungen, nicht genutzte Briefmarken, Flyer vom Pizzaservice etc. hin.

Schlafzimmer / Ankleide

Solltest du über eine getrennte Ankleide verfügen, braucht es im Schlafzimmer nicht viel. Praktisch ist eine Sitzbank vor dem Bett. Darauf oder darin lagerst du deine Kleidung für den Tag und nachts die Überwurfdecke. Kompakte Nachtschränke mit Schubfächern verstecken all das, was deinem Besuch nicht sofort ins Auge fallen soll.

In der Ankleide solltest du bis unter die Decke gehen. Hohe Schränke sind so aufzuteilen, dass du selten genutzte Kleidung und Hüte nach oben packst. Hier empfiehlt sich auch ein zweiter Schuhschrank, damit nicht alle in deinem Eingangsbereich (Diele/Flur) unterkommen müssen.

Kleidung wird nach T-Shirts, Pullovern, Hosen etc. in die Schubladen unterteilt. Eine Schrankhälfte bzw. eine Kommode pro Person. Plus Hängeteile für Anzüge und Kleider. Moderne Kleiderschränke besitzen zudem Auszüge für Gürtel, Uhren und Schmuck. Ggf. stellt eine Sonderanfertigung für dich die beste Lösung dar, um den Ankleideraum optimal auszunutzen.

Badezimmer

Hier versammelt sich die ganze Familie. Klare Strukturen sind deshalb wichtig. In den Badschränken wird jedem ein Bereich zugeordnet, damit der Rest keine Unordnung im Abteil des jeweils anderen verursacht.

Handtücher liegen offen in Regalen, nahe der Badewanne bzw. Dusche. Wenn du dich dort wäschst, gibt es verschiedene Organizer und Regale, welche für den Nassbereich gedacht sind. Das Badewannenspielzeug vom Nachwuchs kommt in einer Kiste.

Garten / Terrasse / Balkon

Weiter geht es im Außenbereich, denn auch auf Terrasse, Balkon und im Garten können Sie Ordnung schaffen. Wetterfester Stauraum wie bspw. Truhen ist wichtig. Dort verbringen Sitzkissen und Aufleger ihre Zeit, wenn sie nicht benötigt werden. Manchmal braucht es von diesen Truhen mehr als eine.

Ein Tisch bildet meist den Mittelpunkt während die Familie im Grünen sitzt. Auch dort kann zusätzlicher Stauraum geschaffen werden. Hier lohnt es sich selbst Hand anzulegen oder jemanden mit mehr Geschick den Gartentisch bauen zu lassen.

In folgendem Video kannst du die einzelnen Schritte sehen, welche dafür notwendig sind:

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Wichtig ist dabei, dass du noch an Schubladen denkst, welche unter die Tischplatte montiert werden.

Im Garten selbst kannst du dir mit Sitzbänken aushelfen, welche unten drunter Truhen besitzen. Hinzu kommen ein oder zwei Gartenhäuser, damit auch Rasenmäher & Co trocken stehen.

Ordnung schaffen: Regelmäßig aussortieren

Du solltest es dir zur Gewohnheit machen, einmal im Monat alles Überflüssige auszusortieren. Damit schaffst du in jedem Raum Ordnung. Wie wäre es mit:

  • Alte Zeitschriften, CDs und DVDs entsorgen
  • Abgelaufene Medikamente und Kosmetik in den Müll geben
  • Nicht mehr genutzte Kleidung spenden
  • Kaputtes Spielzeug und nutzlose Kabel aussortieren
  • Sich von zu vielen Plastikdosen trennen

Roboter helfen beim Ordnung schaffen

Bestimmt hast du schon von den helfenden Haushaltsrobotern gelesen oder gehört. Bedenke einmal, wie viel Zeit du pro Woche mit Staubsaugen, Wischen und Rasenmähen zubringst. Mit den richtigen Robotern, kannst du diese Arbeit abgeben. Wichtig ist dabei, dass du nicht zu günstig kaufst. Lies dir dazu möglichst viele Bewertungen verschiedener Modelle durch. Die Auswahl ist mittlerweile riesig und die Geräte müssen zu deinen Bedürfnissen (Reichweite, Ladezeit, Wartungsaufwand usw.) passen.

Letzter Tipp: Wenn du noch mehr Ordnung schaffen möchtest, lass dich von den Ideen auf Pinterest inspirieren.


Wir möchten Dir auch den inspirierenden Beitrag von „Marktcheck“ zum Ordnung schaffen nicht vorenthalten:

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