Niemand mag matschige Äpfel. Doch nach einer reichen Ernte kannst du sie nicht alle zeitnah verzehren. Deshalb gilt es deren Haltbarkeit zu verbessern. Was maßgeblich davon abhängt, wie du deine Äpfel lagerst. Manche schwören auf Plastiktüten, andere bringen sie im Kühlschrank unter. Besteht der ultimative Geheimtipp darin, den Stiel stets nach oben zeigen zu lassen?

Äpfel lagern
Alles was Du über Äpfel lagern wissen solltest erfährst Du in diesem Beitrag | © Cmon – stock.adobe.com

Alles was du über das Äpfel lagern wissen solltest, fassen wir in den nächsten Absätzen zusammen.


Äpfel lagern: Das Wichtigste in Kürze

  • Äpfel müssen vor dem Austrocknen geschützt werden. Andernfalls schrumpelt die Schale.
  • Es ist fast egal welchen Standort du wählst. Äpfel mögen es kühl und dunkel. Das Gemüsefach im Kühlschrank, eine Vorratskammer oder dein Keller sind deshalb ideal zum langen Lagern.
  • Auch nach dem Pflücken reifen Äpfel weiter. Geschmack und Konsistenz verändern sich. Mit der Zeit schmeckt er immer mehliger und weniger frisch.
  • Eine falsche Lagerung führt zu Fäulnis und/oder lässt deine Äpfel vertrocknen.
  • Erhöhst du ihre Haltbarkeitszeit, beugt dies auch Lebensmittelverschwendung vor. Dies schon zugleich deinen Geldbeutel.
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Beliebte Orte zum Äpfel lagern

Wenn die Bedingungen stimmen, kannst du deine Äpfel an verschiedenen Orten lagern.

Kühlschrank: Nicht umsonst gibt es in jedem Kühlschrank ein Obst- und Gemüsefach. Kühle die Äpfel auf wenige Grad herunter und pack sie in die Schubkästen. Dort zirkuliert die Luft weniger. Viele Hersteller achten heute darauf, dass dort ein besonders gutes Klima herrscht.

Keller: Weil er im Erdreich gebaut wurde, bietet der Keller eine angenehme Temperatur. Außerdem herrscht hier meist eine höhere Luftfeuchte. Gute Bedingungen, bis auf einen Nachteil. Im Keller musst du Äpfel mäusesicher lagern können. Hier musst du etwas Erfindungsgeist beweisen, bspw. durch eine herabhängende Konstruktion. Von der Decke aus können Mäuse nicht an die leckeren Früchte gelangen. Es soll auch schon geholfen haben, die gesammelten Äpfel in Kisten auf Tischen zu platzieren. Wichtig ist dabei, dass die Tischbeine aus Edelstahl oder Aluminium bestehen. Dadurch wird das nach oben klettern erschwert.

Balkon: Äpfel zu Hause lagern, das geht theoretisch auch auf deinem Balkon. Allerdings nur wenn dort wenig bis gar keine Sonne scheint. Auf der Nordseite des Hauses wäre ideal, oder wenigstens im Westen, wo die Sonne abends an Intensität verliert. Nachts profitieren Äpfel von den kühleren Temperaturen. Du solltest sie aber in eine Kiste oder Plastiktüten verpacken. Zum Schutz vor direkter Sonne und Tieren.


Verschiedene Arten um Äpfel zu lagern

Im Netz kannst du von verschiedenen Techniken lesen, um Äpfel richtig zu lagern.

Plastiktüten: Um Äpfel vor dem Austrocknen zu schützen, kannst du sie in Folienbeutel packen und diese verschließen. So bleibt die Feuchtigkeit erhalten, da sie nicht verdunsten kann. Begutachte deine so gelagerten Äpfel einmal am Tag. Am Boden der Tüte sollte sich nicht zu viel Wasser ansammeln. Eventuell stichst du ein paar kleine Luftlöcher hinein, um die goldene Mitte zu finden. Wichtig ist, dass du die Plastiktüten regelmäßig wechselst. Ansonsten könnten sich zu viele Bakterien ansammeln und künftige Apfelrationen schneller schlecht werden lassen.

Vakuum: Da Äpfel bei der Lagerung nur minimal Gase ausbilden, kannst du sie vakuumieren. Entsprechende Geräte erhältst du schon für wenige Euro. Um dies zu optimieren, werden die Vakuum-Beutel dann an einen kühlen und dunklen Ort gelegt. Auf ein vorheriges Schälen und Schneiden solltest du verzichten. Dies ist zwar platzsparender, aber du wirst es später beim Geschmack bereuen.

Stickstoff: Eine Technik der Profis, welche du daheim nur schwer umsetzen kannst. Der Luft wird möglichst viel Sauerstoff entzogen, sodass fast nur noch Stickstoff existiert. Zusammen mit einer niedrigen Temperatur, lassen sich die Äpfel für einige Monate lagern.

Einfrieren: Es ist schwierig und platzraubend, wenn du Äpfel im Ganzen einfrierst. Daher empfiehlt es sich, sie vorher klein zu schneiden. Bei Bedarf gleich mit schälen und anschließend sofort in eine Schale mit Wasser sowie Zitronensaft einlegen. Alternativ kannst du auch Salzwasser verwenden. So entstehen nicht gleich die braunen Stellen. Deine Äpfel sind nun konserviert und bereit für das Tiefkühlfach. Vorher muss alle überschüssige Flüssigkeit gut abtropfen. Spüle die Apfelspalten nicht ab! Lege sie nun flach in einen Beutel. Wenn möglich, berühren sie einander nicht. Ebenso flach kommen sie jetzt in den Froster.

Styropor: Eine sehr günstige Dämmung, um deine Äpfel vor hohen Temperaturen zu bewahren. Lege dir eine Styroporbox zu oder bastle diese selbst, falls du noch einige Platten herumliegen hast. Ein Deckel ist wichtig. Möchtest du sie auf dem Balkon lagern, würden wir ein Thermometer mit hinein geben.

Diese verschiedenen Techniken kannst du teilweise miteinander kombinieren, um deine Äpfel optimal zu lagern.


Temperatur & Luftfeuchtigkeit

Je kühler, desto besser. Frostig muss es aber nicht sein. Eine Temperatur von 4 Grad Celsius gilt als perfekt, um deine Äpfel langfristig lagern zu können.

Gleichzeitig sollte die Luftfeuchtigkeit so hoch wie möglich sein. Weshalb sich Keller und Kühlschrank am besten eignen. Trocknen Äpfel aus, verlieren sie schnell an Geschmack und verändern ihre Beschaffenheit.


Äpfel mit anderem Obst & Gemüse aufbewahren

Es herrscht der Aberglaube, dass man Äpfel mit anderem Obst sowie Gemüse aufbewahren sollte. Dies würde ebenfalls die Haltbarkeit erhöhen. Hierbei handelt es sich um einen Mythos, welcher das genaue Gegenteil bewirkt. Zurückzuführen ist dies auf das Pflanzenhormon Ethylen, welches über die Schale der Äpfel abgegeben wird.

Ein gemeinsames Lagern mit Bananen, Birnen, Kartoffeln und Pflaumen ist daher nicht ratsam. Ethylen beschleunigt den Reifeprozess, sodass die Fäulnis der Früchte schneller einsetzt. Deshalb solltest du Äpfel separat lagern.


Was ist dran: Äpfel mit Stiel nach oben lagern?

So wie sie am Baum hängen, sollten Äpfel auch eingelagert werden. Also mit dem Stiel nach oben und am besten nur in einer Lage. Dafür eignen sich Regale deren Einlegeböden dicht übereinander stehen.

Wichtig: Mindestens einmal pro Woche das Lager aufsuchen und die Äpfel kontrollieren. Faule Früchte entfernen, damit diese andere nicht anstecken. Die schlecht gewordenen Stellen ausschneiden und den restlichen Apfel sofort verwerten (Apfelkuchen, Kompott o.Ä.).


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